Die Entblößung eingrenzen in der digitalen Welt

Verzicht ist Freiheit.

Viele Jahre mußte ich und habe ich meine Gedanken und viele meiner Fotos der Welt mitgeteilt. Ich fühlte mich als ein Chronist der sonst Vergessenen. Nach den Büchern kamen die Fotos und dann kam die neue Welt.

Die neue Welt ist die Welt des entblößten Menschen. Wenn du über soziale Netzwerke etwas mitteilst, ist es so gut wie immer öffentlich. Wenn du aber öffentlich bist, gelten nicht mehr die Regeln des Privatlebens.

Wieso soll die ganze Welt wissen, wo ich war und was ich fotografiert habe?

Irgendwann stellte ich fest, daß ich keine Lust habe, mich aller Welt so zu öffnen sondern ich möchte mir meine Gesprächspartner selbst aussuchen.

Es ist mir auch nicht wichtig, ob jeder sieht, was ich wo gemacht habe.

Mir ist wichtiger, daß ich etwas für mich getan habe.

Wieso soll ich dies teilen?

Mir tut es gut, wenn ich nicht durch Teilen zerfließe sondern ungestört bei mir bleiben kann und Zeit für mich habe.

Zweckgebundene Kommunikation ist das Ziel der sozialen Medien und dafür sind sie gut. Wenn ich etwas mitteilen will, dann habe ich dort Kommunikationsmöglichkeiten.

Ich finde es schon unerhört, daß alle meine Sucheingaben und alle meine Schritte ohne Einschreiten der Politik bei google und vielen anderen privaten und staatlichen Stellen registriert werden dürfen.

Das ist ein starkes Stück aber alle meine Bemühungen dagegen waren bedeutungslos und wirkungslos. Also kann ich nur andersrum handeln: ohne Smartphone weggehen und digital anders vorgehen.

Dieser Blog ist meine letzte öffentliche Reflexionsinsel.

Er ist aber bei google nicht im Fokus der Algorhythmen, so daß ich hier mehr und freier schreiben kann als früher.

So sagt ein solcher Artikel wenig aus – aber über das, was hier nicht steht, dann doch sehr viel.

So sieht es aus – ich bin zu Haus.

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